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Nächtliches Treiben in der Wartungsbucht
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Joey
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Nächtliches Treiben in der Wartungsbucht

Beitragvon Joey » 17. September 2025 23:38


In der Wartungsbucht ist während der Nacht eine unplanmäßige und nicht angemeldete Wartungsarbeit im Gange. Auf einer Palette liegen neben einer Bearcat einige Raketenhalterungen, die scheinbar nicht mehr gebraucht werden. Auf weiteren Paletten liegen einige leere Kabeltrommeln und Kisten, in denen die Ersatzgeschütze gelagert werden. Die Flügel sehen noch etwas gerupft aus, weil ein Teil der Panzerung fehlt und dort lose Kabelenden herausschauen. An der Kanzel ist bereits ein Name aufgetragen worden, der noch unter einer blickdichten Schutzfolie verdeckt wird

Tamara redet Tamara denkt


Die Tapferkeit der Fürsten erfordert oft viel fremden Mut.

Emanuel Wertheimer (1846 - 1916)

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Seishin
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Re: Nächtliches Treiben in der Wartungsbucht

Beitragvon Seishin » 22. September 2025 09:31


Naomi blieb im Eingang der Wartungsbucht stehen, den Overall halb geöffnet, die Ärmel lose über die Hüfte gebunden. Das Licht war gedämpft, roch nach Schmieröl und ozoniger Luft. Auf den Paletten lagen Raketenhalterungen, Kabeltrommeln, halboffene Kisten – das Chaos einer Arbeit, die eigentlich nicht ins Protokoll gehörte.

Die Bearcat sah aus wie ein Raubtier, dem man die Hälfte des Fells genommen hatte: Kabelenden hingen wie Nervenstränge aus den offenen Flügeln, an der Kanzel glitzerte eine Schutzfolie. Darunter musste ein Name stehen, doch der blieb verborgen.

Konbanwa…“ murmelte Naomi leise, mehr zu sich selbst, ehe sie sich räusperte.
Sie machte einen Schritt näher, hielt aber respektvoll Abstand zu den Werkzeugen. „Ist das eine Sonderwartung, Colonel?“ fragte sie ruhig und versuchte, ihre Neugier nicht zu sehr durchscheinen zu lassen.

Ihre Augen blieben an der Folie auf der Kanzel hängen, doch sie sagte nichts weiter. Nur ein schmaler, fragender Blick zu Tamara, als wollte sie verstehen, warum man zu dieser Stunde an einem fast nackten Jäger arbeitete.

 

Joey
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Re: Nächtliches Treiben in der Wartungsbucht

Beitragvon Joey » 23. September 2025 19:03


Mit einem gekonnten Sprung vom Flügel landet Tamara vollkommen trittsicher, mit einer Thermoskanne in der linken Hand, knapp 2 Schritte vor Naomi.

Guten morgen? Habe ich etwa? Verdammt, ich habe den Mitternachtssnack im Kasino verpasst...... Kaffee?

Tamara redet Tamara denkt


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Emanuel Wertheimer (1846 - 1916)

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Seishin
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Re: Nächtliches Treiben in der Wartungsbucht

Beitragvon Seishin » 9. Oktober 2025 09:11


Naomi blinzelte, als Tamara vor ihr landete, und ein leises Schnauben entwich ihr.
„Nur du würdest mitten in der Nacht auf einem Flügel balancieren – und dich über Kaffee beschweren.“
Sie nahm das Angebot trotzdem an, streckte die Hand nach der Thermoskanne aus und sog den Geruch tief ein. „Wenn du den Mitternachtssnack verpasst hast, muss das hier wohl als Frühstück zählen.“
Ein kurzer Blick zur Bearcat, dann zurück zu Tamara. „Also? Willst du mir erzählen, warum du dich um diese Uhrzeit an ihr vergreifst – oder soll ich raten?

 

Joey
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Re: Nächtliches Treiben in der Wartungsbucht

Beitragvon Joey » 12. Oktober 2025 11:35


Irgendwie schafft es Tamara wieder eine Miene der Unschuld aufzusetzen und schenkt 2 Becher Kaffee ein. Der erste wird gleich Naomi in die Hand gedrückt, bevor sie genüsslich an dem zweiten nippt.

Eine Wohltat diese Bohnenmutation, Kaffee mit Kakaogeschmack. Frisch von Vespus importiert.

Kurz wird überlegt, ob sie einfach die Frage übergeht. Dann antwortet Tamara

Ach, nichts Besonderes mit dem Vogel da. Zufällig bin ich über eine kleine und leicht verständliche Umbauanleitung gestolpert. Der Titel war "Mutation einer Raketenschleuder zu einem Gunboat". Und dann hatte ich wieder ein Mimimi im Ohr, von wegen keine Raketen und träger Eimer und so. Und warum ich das Nachts mache? Nun.....

plötzlich setzt sie im Flüsterton fort

Die Schiffstechnik jammert immer, wenn wir uns an deren Kabeltrommeln bedienen. Aber die Kabel sind nun mal dicker und ergänzen den Energiering.

Tamara redet Tamara denkt


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Emanuel Wertheimer (1846 - 1916)

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Seishin
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Re: Nächtliches Treiben in der Wartungsbucht

Beitragvon Seishin » 12. Oktober 2025 15:03


Naomi hob langsam den Becher, ließ den aufsteigenden Dampf einen Moment lang ihre Wange streifen, bevor sie einen Schluck nahm. Der Geschmack war ungewohnt süß, schwer – fast tröstlich. Sie atmete leise aus, stellte den Becher auf die Kante einer Werkzeugkiste und trat einen Schritt näher.

„Kakao-Kaffee. Du hast wirklich einen Sinn für Details.“

Mit der freien Hand strich sie über die abgenutzte Außenhaut des Jägers, als wollte sie spüren, wie viel Leben noch in dem Metall steckte. Ihre Fingerspitzen glitten über kalte Platten, dann über die offenen Kabeladern.

„Energiering, sagst du… also willst du die Waffenlast direkt aus dem Reaktor ziehen. Riskant.“

Sie beugte sich leicht vor, studierte den Verlauf der Leitungen mit prüfendem Blick. Ein leises, anerkennendes Summen entwich ihr, kaum hörbar.

„Wenn du die Isolierung nicht doppelt sicherst, brennt dir beim ersten Schuss die Steuerleitung durch.“

Naomi richtete sich auf, fuhr sich gedankenverloren über den Nacken und drehte sich dann langsam zu Tamara um. Das Licht der Werkstatt spiegelte sich in ihren Augen, kühl und aufmerksam.

„Aber wenn du’s hinkriegst… dann fliegt das Ding wie nichts anderes in diesem Hangar.“

Einen Moment lang schwieg sie, nahm den Becher wieder auf und murmelte halblaut, fast träumerisch:
„Kore wa hontōni kyōmibukai desu ne... dare no tame ni tsukutte iru no kashira?“

Dann hob sie den Blick, fixierte Tamara direkt, die Stirn leicht geneigt, ein leises Lächeln auf den Lippen.

„Darf man fragen, für wen der gedacht ist? Oder willst du auf eine Bearcat umsteigen?“

 

Joey
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Re: Nächtliches Treiben in der Wartungsbucht

Beitragvon Joey » 13. Oktober 2025 20:14


Nicht so riskant, wie man auf den ersten Blick meint. Deine Geschütze sind am Maximum, was der Generator leisten kann. Da jetzt die Zuleitungen der Geschütze in den Flügeln die Energieringe umgehen, haben sie eigene Pufferspeicher, was dir mehrere Schüsse in Folge erlaubt und den Ladestrom reduzieren kann. Nur falls du plötzlich die Steuerdüsen brauchst. Da sie direkt am Generator angeschlossen sind, hast du mehr Energie auf den Steuerdüsen, die über den Energiering gespeist werden. Vom Wartungs- und Materialaufwand abgesehen eine tolle Lösung. Dummerweise verzichtest Du auf die Raketenhalterungen da.

Tamara schaut Naomi an und hofft, dass sie der Erklärung folgen konnte.

Oh, und die andere Hälfte der Nacht habe den hübschen da vorne umgebaut

Sie zeigt auf eine frisch lackierte Hurricane neben der Bearcat. Die Farben wirken verschwommen als würde man eine Luftspiegelung sehen. Ein Känguru mit einer Katze im Beutel ziert das Heckleitwerk des schnittigen Jägers. Irgendwie wirken die vielen großen Geschütze fehl am Platz. Man würde sie eher an einem schweren Jäger vermuten.

https://ibb.co/7xGXfpyz


Hübsch nicht?

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Re: Nächtliches Treiben in der Wartungsbucht

Beitragvon Seishin » 14. Oktober 2025 07:51


Einen Moment lang sagte Naomi nichts. Ihre Finger ruhten auf der kalten Außenhaut des Jägers, als müsste sie erst begreifen, was Tamara gerade gesagt hatte.
Langsam hob sie den Blick, suchte Tamaras Augen.

„Mein… Jäger?“

Ein leises Lachen, kaum mehr als ein Ausatmen, entwich ihr. Sie strich über die frisch gezogenen Leitungen, fast zärtlich.
„Du hast das alles… für mich gemacht?“

Ihre Stimme war leiser geworden, fast vorsichtig.
„Dann ist das also der Grund, warum du nachts hier bist. Keine Experimente – sondern ein Geschenk.“

Sie trat einen Schritt näher, nahm den Becher wieder auf.
„Weißt du, Tamara… es gibt schlechtere Wege, jemanden sprachlos zu machen.“

Naomi folgte Tamaras Fingerzeig, blieb vor der Hurricane stehen und betrachtete die verschwommene Lackierung mit gerunzelter Stirn.

„Ich wusste, dass du irgendwann die Grenzen zwischen Wartung und Wahnsinn verwischst.“
Sie ging näher, musterte die Lackierung, dann das Känguru mit der Katze.
„Sehr dezent. Ich bin sicher, die Flottenleitung wird’s lieben.“
Ein leises Lachen.
„Aber im Ernst – zwei Maschinen in einer Nacht? Du schläfst wohl gar nicht mehr, was?“
Sie nahm einen Schluck Kaffee und sah Tamara mit schiefem Blick an.
„Oder hast du jemanden, der dich wachhält?“

 

Joey
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Re: Nächtliches Treiben in der Wartungsbucht

Beitragvon Joey » 15. Oktober 2025 20:53


Ja, alles für das Geschwader. Und gefährliche Experimente hat mir der Admiral verboten. Wie so ziemlich alles das Spaß macht. Stell dir vor, keine Sprengstoffangriffe auf TCN Eigentum, kein Sturmangriff auf TCN Einrichtungen, kein Verprügeln und erpressen von Paragrafenreitern und Bürostuhljockeys.... Außer der Admiral erlaubt es mir.....

Was die Flottenleitung angeht, die sind froh mich weit weg zu wissen. Lag wohl daran, dass wir unsere Abschlussprüfung der Aufklärung etwas übertrieben haben. Wir mussten nur den Personalchef vom SOL System entführen, sein Masterpasswort unter der Tastatur finden und sämtliche Admiräle des Sol System zu einer Besprechungsrunde im Privatcasino einladen. Der Colonel meinte, ein Flaggoffizier hätte auch gereicht. Das schlimme war wohl eher das sie Tagelang nicht vermisst worden sind.


Tamara fängt plötzlich über beide Ohren zu grinsen an, als sie an die Bilder und Schimpfworte denken muss. Dabei sieht ihr Grinsen wie das einer Psychopatin aus, weil in der mit den alten Brandwunden gezeichneten Gesichtshälfte die Muskeln nicht mitmachen.

Nach der Erklärung schaut sie Naomi genauer an, ob der Kaffee langsam seine Wirkung zeigt

Oh, Vorsicht mit dem Kaffee, der Kakaogeschmack überdeckt den sauren Koffein. Die Mutation hat dafür gesorgt, dass der Kaffee heftiger wirkt als Koffeintabletten oder Guaranablätter

Tamara redet Tamara denkt


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Re: Nächtliches Treiben in der Wartungsbucht

Beitragvon Seishin » 16. Oktober 2025 07:35


Naomi nippte vorsichtig an ihrem Becher, spürte das Brennen des überdosierten Koffeins und blinzelte mehrmals, als würde die Luft plötzlich heller.
„Also… du bist offiziell gefährlicher als jeder Feind, dem ich je begegnet bin.“
Sie stützte sich an der Werkbank ab, lächelte leicht.
„Kein Sprengstoff, keine Entführungen, keine Bürokratenprügel – und trotzdem hast du einen Weg gefunden, den Befehl zu umgehen. Das muss man können.“
Ihr Ton war nicht vorwurfsvoll, eher nachdenklich. Sie trat näher, bis sie Tamaras vernarbte Gesichtshälfte im Licht sah, das die Schatten betonte.
Ein kurzer Blick auf die Bearcat, dann zu Tamara.
„Ich weiß nicht, was schlimmer ist – dein technisches Genie oder dein Sinn für Humor.“
Sie hob den Becher und prostete ihr leicht zu.
„Auf den Admiral. Möge er nie herausfinden, was du wirklich treibst.“

 

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